WhatsApp
Für Unternehmen

Wie preist man ein branded Guest-Photo-Add-on für Kund:innen an

5 Schritte·6 Min. Lesezeit
Eine Preisübersicht des Studios, auf der ein gebrandeter Gästefoto-Aufpreis als Posten auf einem Kundenangebot erscheint

Preisen Sie ein Gästemedien-Add-on nach dem Wert, den es dem Kunden stiftet, nicht nach Ihren Kosten. Bei einem flat-rate-Abonnement, bei dem Gathmo keine Marge auf Ihre Rechnungsstellung nimmt, liegen die Grenzkosten für ein weiteres Album effektiv bei null, daher liefert die Kosten-plus-Logik die falsche Zahl. Der Wert ist ein komplettes, gebrandetes Album mit Fotos, Video und Sprachnachrichten aller Gäste, ohne dass man am nächsten Tag jemanden nachschieben muss.

Das Bepreisen eines Media-Add-ons für Gäste verwirrt viele Profis, weil der Instinkt auf Kostenaufschlag liegt – dabei sind die Grenzkosten fast null. Bei einem Abo-Modell, bei dem Gathmo keinen Anteil eurer Abrechnung erhält, liegt die zusätzliche Belastung für ein weiteres Event-Albummodule faktisch bei null. Der Preis ist also kein Aufschlag auf Kosten, sondern eine Positionierungsentscheidung für den Mehrwert, den das Add-on dem Kunden bringt. Wenn du diese Logik sauber herstellst, ergibt sich der Preis von selbst.

Der Mehrwert ist real und klar zu erklären: ein vollständiges, gebrandetes Album mit Fotos, Video und Stimme von allen Gästen, ohne jemanden am nächsten Tag auf Fotos anzupassen. Das ist deutlich mehr wert als die paar Euro, die der Service kostet. Deine Aufgabe ist, diesen Wert korrekt zu bepreisen, während du konsistent mit deinem restlichen Angebot bleibst — meist die Wahl zwischen Paketpreis und separatem Posten.

Die Schritte unten geben eine Methode, nicht einen festen Wert — dein Markt bestimmt die Zahl. Der einzige harte Kostenverweis von Gathmo ist: Studio €79/Monat Äquivalent (10 Events) oder Agency €199/Monat Äquivalent (50 Events), wobei du 100 % der Wiederverkaufserlöse behältst. Um einen Preis in den Break-even zu übersetzen, nutze wie viele Events bis zum Break-even; für die Logik wiederkehrender Erlöse sieh dir eine zusätzliche Erlöszeile mit Gästemedien.

Das brauchst du

  • Deine Gathmo-Kostenbasis (Studio 79 €/Monat oder Agency 199 €/Monat)
  • Deine bestehenden Paketpreise als Positionierungsbasis für das Add-on
  • Ein Gefühl dafür, was deine Kunden am meisten schätzen (Erinnerungsstücke, Komfort, Marke)
1

Fange bei der Wirkung an, nicht bei den Kosten

Da deine Grenzkosten pro Event nahe Null liegen, ließe sich bei „Cost-plus“-Preisen fast der gesamte Wert verschenken. Besser ist es, am Nutzen für den Kunden auszurichten: ein vollständiges, gebrandetes Album mit Fotos, Video und Sprache von allen Gästen, ohne dass danach jemand Fotos nachjagen muss. Setze den Preis als Anteil dieses wahrgenommenen Werts. Für die meisten Profis liegt das deutlich über den tatsächlichen Auslieferungskosten – genau darin liegt der Vorteil, denn die Marge ist die Gegenleistung für die gebotene Fähigkeit.

2

Entscheide: Bundle oder Einzelposten

Beim Bundling ist das Add-on im höheren Paket enthalten („Premium enthält das gebrandete Gästalbum“). Dadurch hebt sich das gesamte Paket auf und ist leichter zu verkaufen, weil der Kunde bereits zugesagt hat. Eine separate Position („Branded guest album: +X“) macht den Mehrwert klar und erlaubt preisempfindlichen Kunden einen Opt-in. Meistens konvertiert Bundling besser und schützt die Marge; eine Einzelposition ist sinnvoll, wenn Kunden detaillierte Angebote erwarten. Viele Profis machen beides – gebündelt in Premium-Paketen, als Add-on in unteren Ebenen.

3

Preisgruppen nach Eventtyp festlegen

Eine Hochzeit, eine Firmenveranstaltung und eine kleine Party haben unterschiedliche Zahlungsbereitschaften, daher hinterlässt ein einheitlicher Preis Potenzial ungenutzt. Legen Sie wenige Stufen fest – beispielsweise einen höheren Preis für Hochzeiten (hohe emotionale Relevanz, große Gästezahl), eine mittlere Stufe für Unternehmen (wo Branding und sauberes Ergebnis zählen), und einen niedrigeren Einstieg für kleine private Events. Die Stufen sollten so einfach bleiben, dass man sie ohne Taschenrechner nennen kann.

4

Füge eine Premium-Schicht für Voice und Live-Wall hinzu

Nutze die umfangreicheren Funktionen als Upsell-Tier statt alles im Basistarif zu verschenken. Ein Audio-Gästebuch, eine Live-Fotowand vor Ort und eine ZIP-Lieferung in Originalqualität sind greifbare Extras, an denen du einen Aufpreis kannst. So entsteht eine gute-besser-beste-Struktur im Add-on selbst: Wer das volle Erlebnis will, bezahlt es; wer nur Basissammlung braucht, konvertiert weiterhin.

5

Schütze deine Marge und prüfe regelmäßig

Sammle erst die Basis, bewerte dann die Premium-Erweiterung

Kurz zusammengefasst

  • Preis im Verhältnis zum Kundennutzen, nicht zu Ihren fast null Lieferkosten
  • Bundle wählen (erweitert das Paket) vs. Einzelposition (explizite Zustimmung)
  • Lege ein paar Preisstufen nach Veranstaltungstyp fest
  • Mache Sprache + Live-Wand + ZIP zu einem Premium-Upsell
  • Das Abo zuerst sichern, dann die Marge schützen — keine Reflexrabatte geben.

Häufige Fragen

Preislich am Nutzen für den Kunden ausrichten, nicht am eigenen Auslieferungspreis, denn im Abo ist der Grenzkostenfaktor je Event quasi null. Verankere dich daran, was der Gast bekommt: ein vollständiges gebrandetes Album mit Fotos, Video und Stimme von jedem Gast, ohne späteres Nachjagen. Danach entscheide, ob du es als Premium-Bündel (verteuert den Gesamtverkauf) oder als eigene Position (explizite Opt-in) anbietest, und setze ein paar Preisbänder nach Eventtyp.

Beides funktioniert, aus unterschiedlichen Gründen. Das Binden in ein Premium-Paket konvertiert meist besser und schützt deine Marge, weil der Kunde sich bereits auf das Paket festgelegt hat. Eine separate Position macht den Wert explizit und erlaubt preissensible Kunden eine Wahl. Viele Profis tun beides: im Premium-Paket inklusive und darunter als optionales Add-on. Die richtige Wahl hängt davon ab, wie du bereits Angebote präsentierst.

Sehr wenig. Eure Plattformkosten sind das flache Gathmo-Abo (Studio €79/Monat equivalent oder Agency €199/Monat equivalent), und jede zusätzliche Veranstaltung verursacht keine Zusatzgebühr – Gäste laden von ihren eigenen Phones hoch, daher keine Geräte- oder Personalkosten. Gathmo nimmt auch keinen Anteil dessen, was ihr berechnet. Diese fast-null Grenzkosten sind der Grund, dass ihr nach Wert statt nach Kosten preislich positionieren sollt, und warum der Großteil des Aufpreises nach gedecktem Abo zur Marge wird.

Lege den Fokus auf den Wert, nicht auf den Preis, und widerstehe reflexhaften Rabatten. Weil die Lieferkosten so niedrig sind, ist es verführerisch, für einen Auftrag den Preis zu senken, aber das gewöhnt Kundinnen und Kunden an Rabatte und verringert die Marge. Formuliere stattdessen den Leistungsumfang klar — ein vollständiges, gebrandetes Album aus Fotos, Video und Sprache — und bewerte ihn als Anteil dieses Werts. Nutze eine Premium-Schicht (Voice, Live-Wand, ZIP), damit es eher ein Upsell als eine Rabattdiskussion gibt.

Ja — Preisbänder nach Eventtyp schlagen meist besser als ein einziger Flatrate-Preis. Hochzeiten haben hohe emotionale Bedeutung und viele Gäste, Unternehmensveranstaltungen Wert auf Branding und ein ordentliches Ergebnis, kleine private Events haben eine niedrigere Obergrenze. Einige einfache Bänder fassen die Zahlungsbereitschaft pro Segment besser ab, ohne Angebotsgespräche zu verkomplizieren. Die Bänder sollten leicht zu merken sein, damit du sofort am Telefon offerieren kannst.

Im Agency-Tarif (ca. 199 €/Monat) deckst du die Abo-Kosten in der Regel innerhalb von ein bis drei Veranstaltungen pro Monat ab, je nach Preis – danach ist das Add-on nahezu reine Marge, da Gathmo keinen Anteil nimmt. In Studio (ca. 79 €/Monat) liegt die Gewinnschwelle noch niedriger. Die genaue Zahl ist deine monatliche Äquivalenzgebühr geteilt durch deinen Weiterverkaufspreis pro Veranstaltung; alles darüber hinaus ist Gewinn abzüglich deiner eigenen Zeit.

Ja. Gathmos Modell ist nur abonnementbasiert: Du zahlst eine Pauschale und stellst Kunden auf deinen eigenen Bedingungen in Rechnung, wobei du 100% dessen behältst, was du für das Add-on berechnest. Es gibt keine Pro-Event-Kommission oder Umsatzbeteiligung. Deshalb ist wertbasierte Preisgestaltung hier so wirksam — sobald dein flaches Abo amortisiert ist, fließt der volle Preis jedes zusätzlichen Add-ons in deine Marge.

Sammle jedes Foto deines nächsten Events

Kostenlos starten
Keine App, keine Anmeldung für Gäste.